Eddie Daniels (* 19. Oktober 1941 in New York City) ist ein US-amerikanischer Klarinettist, der sich sowohl als Jazzmusiker als auch als Interpret klassischer Musikwerke einen Namen machte.
Daniels begann seine Karriere als Jazzmusiker mit der Teilnahme am Newport Jazz Festival als Saxophonist in Marshall Browns
International Youth Band. Er besuchte danach die Juilliard School of Music, wo er Klarinette studierte, und gehörte bei der Gründung des
Thad Jones/Mel Lewis Orchestra 1966 zu deren ersten Mitgliedern. Im gleichen Jahr nahm er an dem von
Friedrich Gulda organisierten Internationalen Wettbewerb für Modern Jazz in Wien teil, wo er den ersten Preis im Fach Saxophon erhielt.
Bis Anfang der 1970er Jahre spielte er auch Aufnahmen mit
Freddie Hubbard,
Richard Davis,
Don Patterson und Duette mit
Bucky Pizzarelli ein. Er konzentrierte sich zunehmend auf die Klarinette und erhielt den
Downbeat Magazine's International Critics New Star Award sowie mehrere Grammies und Grammy-Nominierungen. Auch als Interpret klassischer Werke erhielt er Anerkennung.
Leonard Bernstein sagte über ihn:
Eddie Daniels combines elegance and virtuosity in a way that makes me remember Arthur Rubenstein. He is a thoroughly well-bred demon.
1972 und 1976 gehörte er The George Gruntz Concert Jazz Band an.
Daniels spielte eine Reihe von Alben als Bandleader mit eigener Band ein. Seit Anfang der 1990er Jahre trat er wieder verstärkt als Saxophonist auf. 1994 kam es zur kooperation mit der Klarinettistin
Sabine Meyer und dem Arrangeur/Komponisten
Torrie Zito („Blues for Sabine“).
Der schweiz-stämmige Komponist und Jazz-Saxophonist Daniel Schnyder komponierte für Eddie Daniels 2009 im Auftrag des Orchestre de Chambre de Lausanne ein
Concerto for Clarinet and Orchestra, genannt
MATRIX 21, das im Januar 2010 unter der Leitung von
Christian Zacharias uraufgeführt wurde; Schnyder hat es Daniels gewidmet.